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Das Schmiedehandwerk gehört zu den Handwerken mit der längsten Tradition. Das Alter der ältesten geschmiedeten Gegenstände (Ägypten, Indien) schätzt man auf über 5000 Jahre, jüngere Funde belegen, dass Amboss, Hammer und Zange bereits zum Handwerkszeug gehörten.

Ein Dorf ohne Schmiede wäre noch vor zwei Generationen undenkbar gewesen, sorgte doch der Schmied für Hufbeschlag und Hufpflege der so wichtigen Arbeitspferde.
Weiterhin bearbeitete und reparierte er eiserne Wagenteile, fertigte Ackergerätschaften sowie Werkzeuge. Er lieferte Beschläge, Nägel und Vergitterungen für den Hausbau.
Das Schmiedehandwerk war neben dem Zimmermanns- und Stellmacherhandwerk eines der wichtigsten Handwerke auf dem Lande.
Die Tätigkeit des Schmieds hatte sich im Vergleich zu anderen Handwerken schon frühzeitig der bäuerlichen Selbstversorgung entzogen, denn die Eisenverarbeitung erforderte ganz besondere
Kenntnisse und außergewöhnliches Geschick.



"Dieses Handwerck ist eines aus dem nothwendigsten und kann ohne dergleichen Leut weder Edelmann noch Bauer hausen", wurde 1698 über den Hufschmied berichtet.